Vortrag

INDIGENE GEMEINDEN MESOAMERIKAS IN VERTEIDIGUNG VON LEBEN UND FREIHEIT

von „momo“. Moderation: Stefanie Land-Hilbert


Indigene Gemeinden Mesoamerikas in Verteidigung von Land, Leben und Freiheit 

Der Workshop gibt Einblick in die Widerstände der indigenen Bevölkerung gegen die Interessen von Großkonzernen, die die zahlreichen natürlichen Reichtümer der Region in Waren verwandeln wollen.

Zu diesem Zweck setzen sie mit Unterstützung der Regierungen Megaprojekte durch wie Öl- und Gaspipelines, Staudämme, Bergbauprojekte sowie riesige Plantagen mit Ölpalmen, Soya, Ananas, Mais usw.

Dies führt zu einer systematischen Verletzung der Menschenrechte – zu Vertreibungen, Korruption,  Kriminalisierung, Spaltung der Gemeinden, Gewalt bis hin zu Morden an Aktivist*innen. 

Anhand von drei kurzen Videos werden die Widerstände von Gemeinden aus Guatemala, Honduras und Mexiko vorgestellt, die ihre Berge, Flüsse und Meere gegen Bergbau-, Wasser- und Windkraftprojekte verteidigen. 

Die Videos sind im Rahmen der Karawane Mesoamerika für das Buen Vivir der Menschen im Widerstand entstanden, die sich mit 17 zumeist indigenen Gemeinden ausgetauscht hat.

Die Moderatorin des Workshops war Teil der Karawane und produzierte die Videos in Zusammenarbeit mit den Gemeinden.


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Der Vortrag

RASSISMUS IN SCHULBÜCHERN

von Nastaran Tajeri-Fournani entfällt.


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Vortrag

„MAN SCHENKT KEINEN HUND.“

Kritische Auseinandersetzung mit dem staatlichen Integrationsimperativ und seine pädagogischen Effekte in den Deutschlehrwerken für Zuwander*innen

Referentin: Christine Lemke

Moderation: Enoka Ayemba


Die Publikation zu dem Ausstellungsprojekt „Man schenkt keinen Hund“ setzt sich in Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Autor*innen, Kunstvermittler*innen, wie Dozent*innen und Kursteilnehmer*innen von „Integrationskursen“ mit dem herrschenden Integrationsimperativ auseinander und untersucht, wie sich dieser in den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge autorisierten Lehrwerken für „Integrationskurse“ für Zuwander*innen pädaogogisch niederschlägt. Die Publikation ist als Reader in einem offenen „diskursanalytischen“ Sinne angedacht.

In der Menge der gegenwärtig auf dem Markt erhältlichen vom BAMF autorisierten Deutschlehrwerke für „Integrationskurse“ wird Migration, werden ihre Akteur*innen in erster Linie aus der Perspektive eines nationalen Blickregimes gezeigt und erzählt. Die als repräsentativ vorgeführte „Mehrheitsgesellschaft“ setzt sich in dieser Logik als „typisch Deutsch“ zusammen – teilweise scheinbar fast unberührt von dem Einwanderungsgeschehen oder den demografischen Verschiebungen der letzten Dekaden.

Es geht uns darum, das in den Lehrwerken – ihren Texten und Bildern – eingeschriebene Verständnis einer Kultur als Ausdruck homogen gedachter nationaler Identität zu problematisieren. Das heißt, aus der konkreten Detail-Anschauung von Repräsentationen und Narrativen eine strukturelle Kritik des Konzepts „Integration“ und seinen Implikationen herauszuarbeiten – auch vor dem Hintergrund aktuell und zyklisch immer wieder geführter Debatten um „Wertegemeinschaft“ und „Leitkultur“.


Christine Lemke lebt und arbeitet als Künstlerin & Autorin in Berlin. Sie studierte Literaturwissenschaft und Bildende Kunst in Düsseldorf und an der HfbK in Hamburg und hatte ein Postgraduiertenstipendium an der Jan van Eyck Academie in Maastricht, NL

Sie veröffentlicht Essays, Katalogbeiträge und Rezensionen. Das eigene Schreiben bildet oftmals den Ausgangspunkt und Bezugsrahmen ihrer künstlerischen Praxis. Ihre Kombinationen aus angeeignetem Bildmaterial und dazu / damit entstehenden Text-Formen kommen als performative Lesungen, Editionen, Hörstücke oder Videos zur Aufführung & verfolgen dabei einen bildkritischen Ansatz, indem sie autobiographische, historische und soziokulturelle Narrative motivisch herausarbeiten und / oder poetisch wenden.

Zu ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtet Christine Lemke Deutsch als Zweitsprache in „Integrationskursen“ in einem Migrantenverein in Neukölln.


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Vortrag

SCHULE ALS INSTRUMENT DER UNTERDRÜCKUNG: GESCHICHTE UND ERBE DER INDIAN RESIDENTIAL SCHOOLS IN KANADA

Referent*in: Stefanie Land-Hilbert.

Moderation: Israel Ramirez


Der Vortrag untersucht Ursprünge und Geschichte des Indian Residential School Systems in Kanada und zeigt, wie Beschulung als Machtinstrument der Mehrheitsgesellschaft genutzt wurde, um junge Indigene ihren Familien und Traditionen zu entfremden und sie als assimilierte Hilfsarbeiter zu „nützlichen“ Mitgliedern der kanadischen Gesellschaft zu machen. Es werden die oft menschenunwürdigen Bedingungen aufgezeigt, die in diesen Schulen herrschten, und die Bedeutung diskutiert, die dieses Schulsystems auch nach seiner Schließung bis heute für indigene Gemeinschaften in Kanada und ihre Beziehung zur kanadischen Mehrheitsgesellschaft hat. Eingebettet wird die Fallstudie in einen internationalen Vergleich, u.a. durch die Erörterung von Sequenzen des Dokumentarfilms Schooling the World


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22.11.2019

16:00

li.wu.

Frieda 23





































23.11.2019

16:00

li.wu.

Frieda 23




























































24.11.2019

15:30

li.wu.

Frieda 23

























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