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Vortrag

ZENTRALE FRAGEN INDIGENER GESELLSCHAFTEN DER GEGENWART: ZWEI FALLSTUDIEN AUS DER PAZIFIKREGION

von Jens Temmen, M.A.; RTG „Minor Cosmopolitanisms“, Universität Potsdam


Guam, die größte Insel des Marianen-Archipels im Westpazifik, geriet jüngst im Rahmen des Nordkorea-Konflikts in die Schlagzeilen: das Außengebiet der USA bildet ein Bollwerk des Landes zum Schutz amerikanischer Verbündeter in Asien sowie zentraler Seehandelsrouten – und zwar u.a. gegen das 3.400 Kilometer entfernte Nordkorea, dessen Machthaber Kim Jong Un bereits mit einem Militärschlag gegen die Insel drohte. Guam ist hochmilitarisiert, etwa ein Drittel der Insel sind militärisches Sperrgebiet. Hawaii imaginieren viele indes als paradiesisches Urlaubsziel im Zentralpazifik, doch auch Hawaii, der 50. Bundesstaat der USA, kommt militärisch eine tragende Rolle im amerikanischen Außensicherheitskonzept zu und es wurde, ebenso wie Guam, nicht mit der Zustimmung der einheimischen Bevölkerung annektiert. Beide Länder haben gemein, dass ihre indigenen Bevölkerungen sich einem fortdauernden Kolonialismus gegenübersehen. Mit den Strategien und Zielsetzungen indigener Bewegungen in Guam und Hawaii befasst sich der Auftakt-Vortrag der Tage des Indigenen Films von Jens Temmen (RTG „Minor Cosmopolitanisms“, Universität Potsdam): er verdeutlich Dekolonialisierungs-Strategien anhand des Hawaiian Sovereignty Movement bzw. der Arbeit des Chamorro Autors und Wissenschaftlers Craig Santos Pere in seinem Vortrag "Zentrale Fragen indigener Gesellschaften der Gegenwart: Zwei Fallstudien aus der Pazifikregion".


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Vortrag

DIE FARBEN DES TANGOS

von Liliana Bordet, Lateinamerika-Institut,

Freie Universität Berlin


Welche Farben gehören zum Tango?  Steht Rot für Blut und so für die Leidenschaft und Schwarz für die Nacht in der Tango geboren wurde? Oder hat das vielmehr  mit den schwarzen Komponenten der musikalischen Ursprünge der Tango zu tun, die in der Milonga geblieben sind? Aus welcher Musik, aus welchen Tänzen hat sich der Tango allmählich geformt? Und wo kommt der Tango eigentlich her? Der Workshop wirft einem Blick auf die soziopolitische Lage Argentiniens an den Häfen von Montevideo, Rosario, La Plata und Buenos Aires am Ende des 19. und Anfangs des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus werden die musikalische Elemente sowie die Textinhalte der Tangos in Verbindung mit ihren ursprünglichen Schöpfern analysiert. Die schwarze Bevölkerung, als einer der bedeutsamsten Minderheiten, die  eine wesentliche Rolle zur Entstehung des Tangos beigetragen hat, wird in der Regel kaum erwähnt oder absichtlich negiert. Der Theorie des „Schmelztiegels“ folgend, werden die Argentinien/Innen meistens allein als Nachkommen südeuropäischer Immigration betrachtet. Dadurch  wird die Existenz der Ureinwohner/Innen des Kontinents als auch die der ex-Sklaven/Innen, die der Oberschicht dienten, sowie ihr Beitrag zur argentinischen Gesellschaft und Kultur negiert und ausgeblendet. 


Liliana Bordet studierte in am Buenos Aires Konservatorium (Argentinien) Musik und arbeitete dort als Dozentin und Orchestermusikerin. In Deutschland  setzte sie ihr Studium fort mit den Hauptfächer Erziehung- und Musikwissenschaft (TU Berlin) sowie Interkulturelle Studien Lateinamerikas (FU Berlin). In Oktober 2017 promovierte sie am Lateinamerikanischen Institut im Bereich Literaturen und Kulturen Lateinamerikas. Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeiten sind die Wechselbeziehungen von Musik und Literatur, darunter u.a. die Sprache des Tangos, Tango und Milonga und die Entstehungsgeschichte des Tangos.- - -





Workshop für Kinder

WAS ES HEISST, EIN “INDIANER” ZU SEIN

mit Rosana Perez de la Cruz


Über keine anderen ethnischen Gruppen werden so viele Klischees verbreitet wie über Indianer. Comics, Bücher und Filme zeigen immer wieder dieses verzerrte Bild und Aussagen wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „ Indianer haben rote Haut“.


Aufgrund des Filmes „Der Indianer“ soll nun die Antwort auf die Frage erarbeitet werden: Was aber ist denn nun ein „echter“ Indianer, was ist Realität und was sind Klischeevorstellungen?


Die Dozentin des Workshops Rosana Perez de la Cruz ist ein Nachkomme der indigenen Kultur Sinu von Kolumbien, sieht sich selbst als Indigene und als Kolumbianerin. Durch die Erfahrungen mit ihrer indigenen Kultur wurde ihr direkt und indirekt ein Wissen hinterlassen, mit dem sie in diesem Workshop über das tägliche reale Leben der Ureinwohner berichten und aufklären wird.


Im dem Gelernten dieses Workshops werden dann verschiedene Accessoires und Objekte erarbeitet, die zu dieser Kultur gehören.


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Die GeschicHte des respektlosen, aufmüpfigen, schlauen, spitzbübischen und immer zum Tanzen aufgelegten Güegüense

Bilderbuchkino für Kinder von Maria López Vigil

mit Stefanie Land-Hilbert; 0:45


"Die Geschichte des respektlosen, aufmüpfigen, schlauen, spitzbübischen und immer zum Tanzen aufgelegten Güegüense" spielt vor vielen hundert Jahren mitten in Amerika, wo viele verschiedene indigene Völker lebten und noch heute leben. Eines Tages bekamen sie Besuch, den sie nicht eingeladen hatten. Aus Europa kamen Spanier mit Schiffen, Waffen und Soldaten über den großen Atlantik gesegelt und eroberten das Land. Sie raubten Gold und andere wertvolle Sachen und wollten die Einheimischen für sich arbeiten lassen. Die waren aber gar nicht damit einverstanden, dass sie nun alles tun sollten, was die Spanier ihnen vorschrieben. Deswegen wehrten sie sich.
Die Überlieferung von Güegüense erzählt die Geschichte eines Till Eulenspiegels Mittelamerikas und seiner beiden Söhne. Sie spielt in einer Zeit, in der die spanischen Eroberer durch strenge Vorschriften versuchten, die Indigenen zu braven Steuerzahlern zu erziehen. Das ist nicht so einfach. Denn die sind schlau. Als dann noch der Sohn des Güegüense ein Auge auf die schöne Tochter des spanischen Gouverneurs wirft, wird die Geschichte spannend.
Wir präsentieren die Geschichte des Güegüense in der Fassung von Maria López Vigil in Form eines Bilderbuchkinos für Kinder im Alter von ca. 4 bis 10 Jahren. Mit freundlicher Genehmigung des Peter Hammer Verlages stützt sich die Lesung auf die deutsche Übersetzung des Textes von Jürgen Moysich und Renée Steenbock, erschienen im Hammer Verlag gemeinsam mit dem Solidaritätsfonds e.V. (1992) und reich bebildert mit Illustrationen von Nivio López Vigil. Das Buch stand 1993 in seiner deutschen Fassung auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises. Kontextualisiert und gelesen wird das Werk von Stefanie Land-Hilbert (Universität Potsdam).
„El Güegüense“ ist in Nicaragua ein sehr bekanntes und beliebtes Satire-Stück, das dort vor allem in Form von Straßentheatern aufgeführt wird. Seit 2008 ist es im UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Menschheit verzeichnet. Die Geschichte und ihre fortdauernde Popularität ist ein beindruckender Ausdruck des Widerstands indigener Völker gegen den Kolonialismus.
https://ich.unesco.org/en/RL/el-gueguense-00111
https://www.youtube.com/watch?v=4UtXF9uRB-s
http://www.djlp.jugendliteratur.org/datenbanksuche/kinderbuch-2/artikel-die_geschichte_des_respek-3611.html


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22.11.2017

18:00

Peter Weiss

Haus





































24.11.2017

18:00

Peter Weiss

Haus
















































25.11.2017

18:00

Peter Weiss

Haus

























26.11.2017

16:00

Peter Weiss

Haus

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